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Warmer Soul, psychedelische Gitarren und opulente Streicherarrangements. Auf «Love & Hate» verbindet Michael Kiwanuka persönliche Geschichten mit dem Sound der Siebzigerjahre. Mit «Cold Little Heart», «Black Man in a White World» und «Love & Hate».
Mit seinem zweiten Studioalbum «Love & Hate» gelang Michael Kiwanuka 2016 ein bemerkenswerter Schritt in seiner musikalischen Entwicklung. Der Londoner Singer-Songwriter mit ugandischen Wurzeln verbindet darauf klassischen Soul mit psychedelischem Rock, Gospel, Folk und aufwendig arrangierten Orchesterpassagen.
Gemeinsam mit den Produzenten Danger Mouse, Inflo und Paul Butler entwickelte Kiwanuka einen vielschichtigen Sound, dessen Einflüsse bis in die späten Sechziger- und frühen Siebzigerjahre zurückreichen. Warme Gitarren, schwere Basslinien, Chorgesang und weitläufige Streicherarrangements prägen die zehn Stücke. Immer im Zentrum steht Kiwanukas ausdrucksstarke Stimme, die eine besondere Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit vermittelt.
Das Album beginnt mit dem fast zehnminütigen «Cold Little Heart». Eine ausgedehnte instrumentale Einleitung mit Streichern, Gitarren und Chor baut sich langsam auf, bevor Kiwanukas Gesang einsetzt. Das Stück wurde später durch die Fernsehserie «Big Little Lies» einem breiten Publikum bekannt.
«Black Man in a White World» beschäftigt sich mit Identität, Zugehörigkeit und Kiwanukas Erfahrungen als schwarzer Brite. Ein repetitiver Rhythmus, Händeklatschen und mehrstimmiger Gesang verleihen dem Song seine unmittelbare Energie. Im Titelstück «Love & Hate» treffen persönliche Zweifel und gesellschaftliche Spannungen auf eine kraftvolle, beinahe hymnische Melodie.
Daneben zeigen «One More Night» und «Falling» seine Nähe zum klassischen Rhythm & Blues. «Father’s Child» entfaltet sich über sieben Minuten mit psychedelischen Gitarren und einem dichten Arrangement, während «The Final Frame» das Album mit einer zurückhaltenden, melancholischen Stimmung beschliesst.
Die Texte kreisen um Selbstzweifel, Liebe, Herkunft und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Kiwanuka erzählt diese Geschichten mit einer ruhigen Intensität, die von den sorgfältig aufgebauten Arrangements getragen wird.
«Love & Hate» erreichte Platz eins der britischen Albumcharts und etablierte Michael Kiwanuka als eine der eigenständigsten Stimmen des zeitgenössischen Soul. Ein Album mit grosser musikalischer Spannweite, dessen Klang ebenso von der Vergangenheit inspiriert ist wie von seiner Entstehungszeit.
– Künstler: Michael Kiwanuka
– Album: Love & Hate
– Veröffentlichung: 15. Juli 2016
– Herkunft: London, Grossbritannien
– Genre: Soul, Psychedelic Soul, Folk-Rock, R&B
– Label: Polydor Records
– Format: 2 LP, 12 Zoll
– Anzahl Titel: 10
– Spieldauer: ca. 55 Minuten
– Produktion: Danger Mouse, Inflo und Paul Butler
– Bekannte Stücke: Cold Little Heart, Black Man in a White World, Love & Hate, One More Night, Father's Child, The Final Frame
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