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Verzerrte Gitarren, düstere Melodien und pulsierende Elektronik. Auf «Glasgow Eyes» verbinden The Jesus and Mary Chain ihren charakteristischen Noise-Pop mit Einflüssen aus Krautrock und Synth-Punk. Ein neues Kapitel der schottischen Kultband.
Vierzig Jahre nach ihrer Gründung melden sich The Jesus and Mary Chain mit «Glasgow Eyes» zurück. Das achte Studioalbum der schottischen Band um die Brüder Jim und William Reid erschien im März 2024 und führt ihre musikalische Geschichte mit zwölf neuen Stücken weiter.
Seit ihrem Debüt «Psychocandy» von 1985 stehen The Jesus and Mary Chain für eine eigenwillige Verbindung aus verzerrten Gitarren, eingängigen Popmelodien und einer gewissen melancholischen Distanz. Ihr Sound prägte die Entwicklung von Noise-Pop, Shoegaze und Alternative Rock. Auf «Glasgow Eyes» greifen die Brüder diese musikalischen Wurzeln auf und erweitern sie um elektronische Rhythmen und hypnotische Synthesizer.
Aufgenommen wurde das Album im Castle of Doom Studio in Glasgow, das zur schottischen Band Mogwai gehört. Die Reid-Brüder liessen sich dabei unter anderem von ihrer langjährigen Begeisterung für die elektronischen Klangwelten von Suicide und Kraftwerk inspirieren.
Schon der Opener «Venal Joy» verbindet eine markante Basslinie mit verzerrten Gitarren und dem charakteristischen Gesang von Jim Reid. «American Born» entwickelt sich über einen pulsierenden elektronischen Rhythmus, während «jamcod» mit seinen Synthesizern und Gitarren einen besonders direkten Zugang zum Sound des Albums bietet.
«Discotheque» zeigt die rhythmische Seite der Band, «Silver Strings» bewegt sich durch eine dunkle, melodische Klanglandschaft. Bei «Chemical Animal» stehen die rauen Gitarren und die lakonische Stimme von Jim Reid im Mittelpunkt.
Auch die musikalischen Bezugspunkte der Brüder finden ihren Platz. «The Eagles and the Beatles» spielt mit den Namen zweier grosser Rockbands, während das abschliessende «Hey Lou Reid» eine deutliche Verneigung vor dem Sänger von The Velvet Underground ist. Über sechs Minuten entfaltet sich das Stück zwischen repetitiven Rhythmen, Gitarren und elektronischen Klangflächen.
«Glasgow Eyes» dokumentiert eine Band, deren musikalische Handschrift über vier Jahrzehnte erkennbar geblieben ist. Die Mischung aus Melodie, Rückkopplung, trockenen Rhythmen und elektronischen Experimenten verleiht den Aufnahmen ihren unverwechselbaren Charakter.
– Künstler: The Jesus and Mary Chain
– Album: Glasgow Eyes
– Veröffentlichung: 22. März 2024
– Herkunft: East Kilbride, Schottland
– Genre: Alternative Rock, Noise-Pop, Post-Punk, Shoegaze
– Label: Fuzz Club Records
– Format: Vinyl, 12 Zoll
– Anzahl Titel: 12
– Spieldauer: ca. 49 Minuten
– Aufnahme: Castle of Doom Studio, Glasgow
– Produktion: Jim Reid und William Reid
– Bekannte Stücke: Venal Joy, American Born, jamcod, Discotheque, Silver Strings, Chemical Animal, Hey Lou Reid
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